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Dein gut aussehender Traumerfüller

Wie du mit Call-to-Actions Dein offline-Business ankurbelst

Als frisch gebackene Unternehmerin wollte ich eigentlich von Stammtisch- zu Netzwerkabend tigern, um Verbündete und potenzielle KundInnen kennenzulernen. Um laut in die Welt zu schreien, dass ich junge UnternehmerInnen auf’s nächste Level bringe, mehr Professionalität, mehr KundInnen, mehr Kohle.

Und dann machte es sich Corona gemütlich.

Aus den netten Gesprächen mit einem Glas Weißwein an der Bar wurden eher unpersönliche Zoom-Calls. Nicht das Richtige, um persönliche Vibes auszutauschen und Business-Kontakte zu knüpfen, an die man sich auch nach Wochen mit einem Lächeln (oder Kopfschütteln) erinnert.

Natürlich ist das nichts im Vergleich zu den niederschmetternden Rückschlägen für die vielen Händler, Hotelbetreiber & Co. Meine Familie betreibt eine Gastronomie, ich weiß also, wovon ich spreche.

Wegen Corona vorübergehend geschlossen

Vielleicht hast Du ein Angebot, das größtenteils offline zu haben ist, so etwas wie Torten nach dem Rezept Deiner Oma oder Fitness-Kurse, nach denen man zwei Tage nicht mehr in die Hocke gehen kann. Vielleicht bist Du auch gerade auf Deinen ersten Erfolgswellen geritten oder Du branntest darauf, loszulegen - bevor sich alles änderte.

Jetzt bietest Du (auch) einen Lieferservice an. Oder gibst Coachings über Zoom. Oder verkaufst Gutscheine. Oder nimmst Bestellungen mit kontaktloser Abholung entgegen.

Wahrscheinlich hast Du eine Website. Ohne fancy Online-Shop, tippe ich – du hast Deine KundInnen bislang in Deinem Laden getroffen. Sie zeigt Dich, Deine Angebote und wo sie zu haben sind. Kurz, prägnant, informativ. Prima, Dein Fundament ist da!

Lass uns darüber sprechen, wie Du Deine Website aufmöbelst, damit Deine KundInnen schnell und einfach Deine himmlische Erdbeer-Mascarpone-Torte oder zukunftsebende Coaching-Gespräche bestellen können.

Dein wichtigstes Tool dafür lautet: Call-to-Actions!

Äh, was?

Stinklangweilig ausgedrückt handelt es sich hierbei um eine Handlungsaufforderung, meistens in Form eines Buttons. Das Ding, durch das Menschen Dein Angebot wahrnehmen können. Diese „Jetzt kaufen!“- oder „Nachricht schreiben“-Buttons kennst Du nur zu gut, oder?

Wenn Du die nicht einsetzt, können Deine Texte, Deine Bilder und Dein Design noch so genial sein – am Ende kommt es zu (erheblich weniger) Abschlüssen. Lass uns etwas dagegen tun.

Schritt 1: Was willst Du von den Usern?

Jede Seite auf Deiner Website verfolgt im besten Fall ein Ziel: Dass Menschen ein Gespräch vereinbaren, einen Newsletter bestellen, ein Produkt kaufen. Der Call-to-Action ist der Weg dahin. Er ist strategisch so großartig platziert, getextet und designt, dass er NutzerInnen zu Deiner gewünschten Handlung motiviert.

Frag Dich also erstmal, was Du von Deinen Usern willst. An dieser Stelle höre ich oft: „Meine Homepage kann mir keine Kohle bringen, weil ich keine Produkte über einen Online-Shop verkaufe.“ Buzz, falsch!

Wenn Dein Business zum großen Teil aus dem Gespräch mit Menschen besteht – wie Berater, Coaches, Immobilienmakler – dann ist der erste Schritt zum Kasseklingeln die Kontaktaufnahme. Wenn Du Deine Torte verkaufen willst, dann dass möglichst viele Leckermäulchen per Telefon bestellen. Dann verlink einfach Deine Kontaktinformationen – oder schreib gleich Deine Telefonnummer rein. Dabei können verschiedene Seiten unterschiedliche Ziele verfolgen. Mach Dir also erstmal klar, was Du eigentlich willst.

Schritt 2: Call-to-Actions mit Charakter, die nicht nerven

Super, der wichtigste Baustein ist abgehakt. Jetzt lass das mit catchy Buttons Wirklichkeit werden. Vier Dinge sind dafür wichtig:

  1. Beim ersten Blick auf Deine Startseite springt er ins Auge
  2. Du platzierst mehrere Buttons an verschiedenen Stellen auf einer Seite
  3. Die Texte machen neugierig, sind lustig oder informativ
  4. Das Design sticht heraus

Beispiel 1: Dein ständiger Begleiter

Schau Dir mal die Startseite von Zoom an. Der orange-farbige Button fällt uns sofort ins Auge, weil er im oberen Drittel der Seite platziert ist und sich deutlich vom restlichen Design, das in Blau-Grau-Tönen gehalten ist, abhebt. Das Hintergrund-Bild zeigt, was ich durch Klicken bekomme: nämlich ein Tool für Video-Konferenzen. Yippie!

gute-call-to-actions_Zoom.png

Statt eines langen Beschreibungstextes erklärt der Button-Text in großen Lettern, dass ich mich mit meiner E-Mail-Adresse kostenlos registrieren kann. Und wenn ich weiter nach unten scrolle, verschwindet zwar dieser Call-to-Action, wird aber von seinem Bruder in der Navigationsleiste abgelöst.

Learnings:

- Lass Deine Call-to-Action-Elemente farblich aus Deinem Design herausstechen. Wenn Deine Überschriften und Hintergründe hellgrün sind, wähle zum Beispiel ein Gelb.

- Umgib Deine Handlungsaufforderung mit Bildern, Texten oder Grafiken, die zeigen, was ich bekomme.

- Platzier immer mehrere Buttons, damit Dein Angebot zu jedem Zeitpunkt zum Greifen nah ist

Sobald der User nach unten scrollt, wird es naturgemäß schwieriger, seine Aufmerksamkeit auf Buttons zu fesseln. Immerhin gibt’s hier massenhaft tollen Content.

Beispiel 2: Mach Eyecandy draus

Eine beliebte Möglichkeit ist es deshalb, extra gestaltete Sektionen als Lebensraum für Deine Buttons herzurichten, sozusagen ein aufmerksamkeitsstarkes Eyecandy – zum Beispiel wie hier:

katharinarother.de_Call-to-Action.png

Statt eines platten „Kontakt aufnehmen“-Buttons versucht die Autorin, die ihr Brot mit Texten verdient, die User durch eine Prise Humor anzusprechen („Dir fehlen die Worte? Mir nicht! Hol Dir meine Ideen“).

Disclaimer: Ich bin die Autorin. Wie gut mir der Call-to-Action tatsächlich gelungen ist, liegt also in Deinem Ermessen.

Learnings:

- Extra gestaltete Sektionen schaffen auf den unteren Teilen Deiner Seite Aufmerksamkeit für Deine Call-to-Actions

- Texte Deine Handlungsaufforderungen mit einem Augenzwinkern, direkter Ansprache oder interessantem Fakt. So ziehst Du NutzerInnen auf Deine Seite.

Beispiel 3: Sei unaufdringlich auffällig

Erinnerst Du Dich noch an die Zeit der laut kreischenden „ICH-BLEIB-HIER-SO-LANGE-BIS-DU-MACHST-WAS-ICH-WILL!!!“-Pop-ups? Viele - nein, massenhaft - Webseiten haben uns zur Begrüßung mit diesen blinkenden, irritierenden Pop-ups angesprungen. Schlimmer kam es nur noch mit dem begleitenden schrillen Klingel-Sound, den man nicht abstellen konnte. Das hat mich zur Weißglut gebracht. Dich auch?

Dachte ich mir. Deshalb lautet eine sehr wichtige Regel: Mach Deine Call-to-Actions auffällig, aber unaufdringlich. Die Zeit der lautstarken Pop-ups ist vorbei. Zudem blockieren viele Add-ons wie Werbeblocker ohnehin diese Möglichkeit – und auf dem Smartphone sind sie oft katastrophal zu bedienen.

Dropbox Beispiel unaufgeregter Call-to-Action

Das heißt nicht, dass Du gar keine Pop-ups benutzen sollst. Wie hier von Dropbox gibt es effektive und schlichte Lösungen, die langsam ins rechte Bildschirmdrittel fahren und wieder verschwinden.

Das A und O ist, dass sie nicht bei der Nutzung Deiner Website stören, sondern einen Mehrwert bieten. Im Klartext: keine Bildschirm großen Overlays, die man nicht freiwillig angeklickt hat.

Dropbox ersetzt übrigens in der mobilen Variante seiner Homepage das Pop-up durch schlichte Buttons. Nutzerfreundlich!

Learnings:

- Überzeug mit klugen Texten und auffälligen Buttons statt Blingbling

- Sieh von Pop-ups, die automatisch geöffnet werden, ab – die nerven und funktionieren nur bedingt

- Wenn Du Pop-ups einsetzt, denk an eine Alternative für Deine Smartphone-NutzerInnen

Mach den Call-to-Action-Check

Für Dich, liebe/r UnternehmerInnen bedeutet das: Ruf Deine Homepage auf Deinem Smartphone und auf Deinem Laptop auf.

- Siehst Du sofort, wie Du Deine leckere Sahnetorte bestellen kannst?

- Scroll weiter runter – hast Du an verschiedenen Stellen nochmal die Möglichkeit, Deine Torte zu bestellen?

- Wie sieht’s auf den anderen Seiten aus?

- Wenn nicht: Erstell Call-to-Actions nach dem Muster oben

Der nächste Schritt für Fortgeschrittene: Überprüf mit dem Analytics-Tool Deiner Wahl die Performance Deiner Website. Welche Seiten oder Buttons werden am meisten oder am wenigsten genutzt? Nutz dieses Wissen, um Deine Call-to-Actions weiter zu verbessern.

Ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

Wenn Dir etwas unklar ist oder Du Unterstützung brauchst, sprich mich gerne an.

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